Geschichte und Kultur, Asturien, Spanien


Asturien ist ein Fürstentum, in dessen Gebiet Spuren der Besiedlung seit der Frühgeschichte gefunden wurden. Aus der Mittelsteinzeit und der Bronze- sowie Eisenzeit besitzen wir ebenfalls verschiedene Fundstücke.

Die Geschichte Asturiens wird im 1. Jahrhundert vor Christus zu schreiben begonnen, als die römische Herrschaft sich in die Region ausbreitet. Danach kamen um das 4. Jahrhundert die Westgoten und im 8. Jahrhundert beginnt die arabische Besetzung der Region oder vielmehr der Versuch der Besetzung. Es blieb beim Versuch, denn es gelang den Arabern nie, das Land von Don Pelayo ganz unter ihre Herrschaft zu bringen. Im Jahr 722 wird Asturien Königreich und diese Monarchie dauerte bis ins 10. Jahrhundert, als das Gebiet Teil des Königreiches Leon wird.

Eines der wichtigen Daten in der asturischen Geschichte ist das Jahr 774 mit der Schlacht von Covadonga, die Don Pelayo in Cangas de Onis ausfocht, und die die erste muslimische Niederlage auf der iberischen Halbinsel darstellt. Die Isolierung durch die kantabrische Kordilliere, heute als Picos de Europa bekannt, bedeutete, dass die Region viele Jahrhunderte lang ein recht abgeschiedenes Dasein genoss. Erst aus dem 16. Jahrhundert haben wir einige Daten und wissen, dass in dem Gebiet damals mehr als 100.000 Menschen lebten.

Im 18. Jahrhundert erklärt sich Asturien unabhängig und bildet ein eigenes Königreich. Es erklärt Frankreich den Krieg und schickt Botschafter ins Ausland, Im Jahre 1812 entsteht die Verfassung von Cadiz nicht zuletzt auf Bestreben des Asturianers Rafael de Riego hin.

Unter dem König Alfons II. wird der als Jakobsweg bezeichnete Pilgerweg nach Santiago bekannt, denn der Monarch selbst reist als erster nach Santiago der Compostela, um das Grab des Apostels zu besuchen.

Das Jahr 1388 hatte bereits eine wichtige Bedeutung für das heutige Fürstentum, denn Juan I. verlieh damals Asturien diesen Titel. Jahrhunderte danach, im 19. Jahrhundert, vertreiben die Bewohner Oviedos als erste die französischen Truppen und leiten so den Aufstieg der Region ein.

Die industrielle Revolution hielt auch in Asturien Einzug und 1830 begannen der Kohlebergbau und die damit verbundenen Industrien der Region Wachstum und Wohlstrand zu bescheren, besonders die Metallverarbeitung und der Schiffsbau.

Asturien und seine Bergleute spielen bei der Revolution 1934 gegen die CEDA eine wichtige Rolle und der Spanische Bürgerkrieg 1936 spaltet die Region in zwei Teile, denn Oviedo und Gijon sind die Zentren der beiden Kriegsparteien.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts kommen die Industrien im Gebiet weitgehend zum Erliegen und so hat sich Asturien in den letzten Jahren neu orientiert. Seine Landschaft und Natur sind heute eine entscheidende Attraktion für den Tourismus.

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